Artemia sind Salinenkrebse, die in Salzseen und Salinen weltweit leben. Ihre frisch geschlüpften Nauplien sind in der Aquaristik Standard-Lebendfutter für Fischbrut und Jungfische. Mit Wasser, Salz, Belüftung und Licht erbrüten Sie die Kleinkrebse aus getrockneten Zysten in rund einem Tag selbst. Das passende Zubehör finden Sie in unserer Kategorie Artemia und Aufzuchtzubehör.
Inhaltsverzeichnis
Was sind Artemia? Salinenkrebse, Zysten und Nauplien
Artemia sind eine Gattung der Kiemenfüßer (Anostraca) und die einzige Gattung der Familie Artemiidae. Je nach Quelle umfasst die Gattung 7 bis 9 getrenntgeschlechtliche Arten plus weitere parthenogenetische Stämme. Die Typusart Artemia salina, der Salinenkrebs, ist auf den Mittelmeerraum beschränkt. Die Handelsware stammt überwiegend von der in Amerika heimischen Artemia franciscana.
Der Große Salzsee (Great Salt Lake) in Utah ist die Hauptherkunft der Zysten im Handel. Sein Bestand gilt als Artemia franciscana, und zeitweise stammten über 90 % aller vermarkteten Zysten aus diesem See. Die kommerzielle Ernte dort begann 1950. Im Handel werden Zysten verschiedener Arten trotzdem pauschal als Artemia salina verkauft.
Zysten sind Dauereier mit etwa 200 bis 300 µm Durchmesser. Sie enthalten mehrzellige Embryonen, deren Stoffwechsel in der Diapause stillsteht. Erst Kälte oder Austrocknung beenden diese Ruhephase, danach entwickelt sich der Embryo bei Wasserkontakt weiter. Trockene Zysten erkennen Sie an einer sichtbaren Delle.
Frisch geschlüpfte Nauplien, der sogenannte Instar I, sind 0,4 bis 0,5 mm groß. Erwachsene Männchen erreichen 8 bis 10 mm, Weibchen 10 bis 12 mm. Ein Weibchen lebt etwa 3 bis 4 Monate und gibt alle 4 bis 6 Tage rund 300 Nauplien oder Zysten ab. Adulte Artemia sind unspezifische Filtrierer und strudeln Mikroalgen, Bakterien und organische Partikel von 4 bis 9 µm heran.
Was Sie für die Artemia-Zucht brauchen
Zysten lassen sich mit einfacher Ausrüstung erbrüten: ein Schlüpfgefäß, eine Luftpumpe, Salz, Natron und eine Lichtquelle genügen. Die genauen Schlupfbedingungen folgen im Abschnitt „Artemia-Eier ansetzen: Schritt für Schritt zum Schlupf". Diese Tabelle zeigt die Grundausstattung:
| Bedarf | Zweck | Richtwert |
|---|---|---|
| Schlüpfgefäß | Zysten in Schwebe halten | konische oder flaschenförmige Form |
| Luftpumpe mit Schlauch | Sauerstoff eintragen und Durchmischung | laufende, kräftige Belüftung |
| Aufzuchtsalz | Salzlösung ansetzen | abgestimmt, z. B. 195 g für 6 l Wasser |
| Artemia-Eier | Nauplien erbrüten | getrocknete Zysten |
| Natron | pH-Wert stabilisieren | Natriumhydrogencarbonat |
| Lichtquelle | Embryonalentwicklung auslösen | helle Beleuchtung am Gefäß |
| Sieb | geschlüpfte Nauplien abtrennen | feine Maschenweite |
Im Shop führen wir die Bausteine einzeln und als Set. Hobby Artemia Eier sind getrocknete Zysten, Hobby Artemia Salz, 195 g für 6 l ist auf die Schlupflösung abgestimmt. Die Fertigmischung Hobby Artemix Eier + Salz, 195 g für 6 l enthält beides bereits im passenden Verhältnis. Als Komplettlösung empfehlen wir das Hobby Artemia Breeder Set, ein Schlüpfgefäß mit Luftpumpe, Präzisionshahn und Artemix-Füllung. Der Terraristikshop ist seit 2003 am Markt und kommt aus der Futterinsekten-Zucht. Für die Artemia-Zucht führen wir das Aufzuchtzubehör der Marke Hobby.
Artemia-Eier ansetzen: Schritt für Schritt zum Schlupf
Zysten schlüpfen zuverlässig, wenn Salzgehalt, Temperatur, pH-Wert, Licht und Sauerstoff stimmen. Dann erscheinen die ersten Nauplien bereits nach 12 bis 16 Stunden. In sechs Schritten führen Sie den Ansatz zum Schlupf:
- Salzlösung ansetzen. Füllen Sie das Schlüpfgefäß mit gefiltertem Wasser und Salz. Optimal sind laut FAO 5 bis 35 g Salz je Liter, bei kleinen Mengen genügt handelsübliches Kochsalz mit zwei Teelöffeln je Liter. Gechlortes Wasser ist für die Zysten toxisch.
- Natron zugeben. Der pH-Wert muss über 8 bleiben. Puffern Sie die Lösung mit Natriumhydrogencarbonat (Natron), besonders bei niedrigem Salzgehalt und hoher Zystendichte.
- Belüftung montieren. Die Luftpumpe hält die Zysten dauerhaft in Schwebe und mischt das Wasser gleichmäßig durch.
- Zysten einwiegen. Geben Sie höchstens 2 g Zysten je Liter in den Ansatz, bei kleinen Volumen unter 20 l sind bis 5 g je Liter möglich.
- Licht einschalten. Rund 2000 lux an der Wasseroberfläche starten die Embryonalentwicklung, mindestens während der ersten Stunden nach der vollständigen Wasseraufnahme.
- Temperatur halten und warten. Halten Sie den Ansatz bei 25 bis 28 °C. Nach 12 bis 16 Stunden schlüpfen die ersten Nauplien, die letzten innerhalb von rund 8 weiteren Stunden.
Die wichtigsten Schlupfbedingungen im Überblick:
| Parameter | Richtwert | Warum |
|---|---|---|
| Salzgehalt | optimal 5 bis 35 g je Liter | oberhalb von rund 85 bis 90 g je Liter nehmen Zysten zu wenig Wasser auf |
| Temperatur | 25 bis 28 °C | unter 25 °C schlüpft der Nachwuchs langsamer, über 33 °C stoppt der Stoffwechsel dauerhaft |
| pH-Wert | über 8, Optimum 8 bis 8,5 | das Enzym für den Schlupf braucht diesen Bereich |
| Natron | 1 bis 2 g je Liter bei niedriger Salinität | hält den pH-Wert über 8 stabil |
| Licht | rund 2000 lux an der Wasseroberfläche | löst die Embryonalentwicklung aus |
| Belüftung | Sauerstoff über 2 mg je Liter, bevorzugt 5 mg | am Boden abgesetzte Zysten werden anaerob, ihr Schlupf stockt |
| Zystendichte | höchstens 2 g je Liter, unter 20 l bis 5 g | jede Zyste erhält genug Sauerstoff |
| Schlupfdauer | erste Nauplien nach 12 bis 16 Stunden | laut FAO sollen 90 % innerhalb von 24 Stunden schlüpfen |
Nauplien ernten, spülen und verfüttern
Nauplien ernten Sie, indem Sie die Belüftung abschalten und die Schwerkraft arbeiten lassen: Nach fünf bis zehn Minuten schwimmen die leeren Zystenschalen oben, die Nauplien sammeln sich am Boden. Anschließend spülen Sie die Tiere und verfüttern sie frisch.
Schöpfen Sie zuerst die schwimmenden Schalen ab. Am Gefäßboden liegen die Nauplien zusammen mit ungeschlüpften Zysten; saugen Sie dort zuerst die restlichen Zysten ab. Artemia-Nauplien schwimmen aktiv zum Licht (positive Phototaxis). Dunkeln Sie den oberen Behälterteil ab und richten Sie eine Lichtquelle auf den durchsichtigen Konusboden, dann sammeln sich die Tiere dort gebündelt.
Zum Abfangen dient ein feines Artemia-Sieb mit einer Maschenweite unter 150 µm, üblich sind 125 µm. Lassen Sie das Sieb dabei ständig untergetaucht, damit die Nauplien intakt bleiben. Das Artemia-Sieb von Hobby mit 120 µm ist genau dafür gebaut. Spülen Sie die geernteten Nauplien anschließend gründlich mit Süßwasser. Das entfernt Verunreinigungen und Schlupfmetabolite wie Glycerin.
Verfüttern Sie möglichst frisch. Instar-I-Nauplien leben vom Dottersack und sind am nährstoffreichsten. Innerhalb von 24 Stunden nach dem Schlupf verbrauchen die Nauplien 25 bis 30 % ihrer Energiereserven. Bei Kühlung unter 10 °C stoppt die Häutung: So lagern Sie Nauplien bis etwa 24 Stunden mit einem Energieverlust unter 5 %.
Als Richtwerte gelten im Larvenbecken 0,5 bis 2 Nauplien je ml, Garnelenlarven vertragen bis 6 je ml. Betta-Larven wuchsen in einer Studie mit drei Mahlzeiten am Tag am besten. Im Süßwasser sterben Artemia-Nauplien je nach Quelle nach 30 bis 60 Minuten (laut FAO) bis etwa 5 Stunden. Ungefressene Nauplien sinken nach dem Absterben zu Boden und belasten das Wasser mit Stickstoffverbindungen. Füttern Sie daher gezielt mit einer Futterpipette von Hobby und nur so viel, wie die Jungfische fressen.
Artemia ohne Pumpe züchten
Artemia lassen sich auch ohne Luftpumpe züchten, wenn Sie flache Gefäße nutzen und die Zystendichte gering halten. Die große Wasseroberfläche einer flachen Schale sorgt für genug Gasaustausch. Vom Ansatz bis zum erwachsenen Krebs funktioniert diese Methode in kleinen Mengen.
Nehmen Sie eine flache Schale oder Petrischale mit Salzwasser und streuen Sie nur wenige Zysten ein. Effektiv sind in flachen, unbelüfteten Gefäßen höchstens 0,3 bis 1,0 g Zysten je Liter. In Ecken und Kanten sinken Zysten sonst ab, geraten in anaerobe Bereiche und die Entwicklung stockt. Überbesatz führt rasch zu Sauerstoffmangel und zum Zusammenbruch der ganzen Kultur. Die Grenze der Methode liegt bei kleinen Ansätzen.
Die Artemia-Aufzuchtschale von Hobby nutzt genau dieses Prinzip: Die Zysten brüten dort ohne Luftpumpe aus, und die geschlüpften Nauplien wandern per Phototaxis zum Sieb in der Schalenmitte. So ernten Sie die Tiere direkt aus der Schale.
Artemia-Eier dekapsulieren: wann es sich lohnt
Zysten zu dekapsulieren lohnt sich vor allem bei empfindlicher Fischbrut und sehr jungen Larvenstadien. Dabei entfernen Sie die braune Chorion-Schale der Artemia-Eier durch Oxidation mit einer Hypochlorit-Lösung. Der Embryo bleibt dabei von der Vitellinmembran umhüllt und überlebt die Behandlung.
Dekapsulierte Zysten sind vollständig desinfiziert und lassen sich direkt verfüttern. Schalen sind unverdaulich und können im Darm von Larven klemmen. Außerdem sind die Schalen eine bekannte Quelle für Bakterien. Nauplien aus dekapsulierten Zysten haben je nach Stamm 30 bis 55 % mehr Energie, und dekapsulierte Zysten liegen im Energiegehalt rund 30 bis 40 % über frisch geschlüpften Instar-I-Nauplien. Mit 200 bis 250 µm sind die Partikel klein genug für frisch freischwimmende Larven. Beim späteren Schlupf brauchen dekapsulierte Zysten weniger Licht.
Die Risiken sind handfest: Hypochlorit-Lösung und Natronlauge sind ätzend, Schutzbrille und Handschuhe gehören zwingend dazu. Die Reaktion ist exotherm, überwachen Sie also die Temperatur. Wer die Zysten zu lange in der Lösung lässt, schädigt die Embryonen und die Schlupfquote. Chlorreste neutralisieren Sie vor dem Weiterverarbeiten. Dekapsulierte Zysten verlieren unter Sonnenlicht ihre Schlupffähigkeit. Im Kühlschrank bei 0 bis 4 °C lagern sie einige Tage ohne Verlust, für längere Zeit dehydratieren Sie sie in gesättigter Salzlake. Eine vollständige Arbeitsanleitung mit allen Konzentrationen und der Deaktivierung des Chlors steht im FAO-Handbuch; wir verweisen im Abschnitt „Weiterführende Fachquellen" darauf.
Artemia dauerhaft halten und zu erwachsenen Krebsen aufziehen
Artemia wachsen von der frisch geschlüpften Nauplie zum adulten Salinenkrebs, wenn Futter, Salzgehalt und Wasserwechsel stimmen. Die Geschlechtsreife erreichen Artemia nach 15 Häutungen innerhalb von unter 20 Tagen. Nach zwei Wochen Kultur lassen sich präadulte Tiere ab etwa 5 mm ernten.
Setzen Sie die Nauplien nach dem Schlupf in ein separates Aufzuchtbecken um. Bewährt hat sich Salzwasser mit 35 g/L, das physiologische Optimum liegt bei 32 bis 65 g/L. Halten Sie 25 bis 28 °C und einen pH-Wert von 6,5 bis 8, bei niedrigeren Werten puffern Sie mit Natriumhydrogencarbonat (Natron).
Als Filtrierer fressen adulte Artemia Mikroalgen, Spirulina-Pulver und Hefe, außerdem Reis- oder Maiskleie und Sojapellets. Am besten nehmen sie Partikel kleiner als 50 µm auf. Steuern Sie die Futtermenge über die Sichttiefe des Wassers: 15 bis 20 cm in der ersten Woche, 20 bis 25 cm in der zweiten. Wechseln Sie in Systemen mit Rezirkulation wöchentlich 25 % des Wassers.
Bei guten Bedingungen gebären die Weibchen lebende Nauplien, bei Stress wechseln sie auf Zysten. Ein Weibchen gibt alle 4 bis 6 Tage rund 300 Nauplien oder Zysten ab und schafft bis zu 20 Bruten im Leben. Mit dem Artemia Incubator Set von Hobby decken Sie beide Phasen ab: Der Schlupf passiert in der Inkubatorflasche, danach ziehen Sie die Nauplien im Aufzuchtbecken weiter. Zum Sortieren der Tiere nach Größe dient die Siebkombination von Hobby mit 120, 300, 560 und 900 µm.
Warum schlüpfen meine Artemia nicht? Häufige Fehler und Lösungen
Artemia bleiben aus, wenn eine Bedingung vom Optimum abweicht: eine nicht beendete Diapause, falsche Werte für Salzgehalt, pH-Wert oder Licht oder eine fehlerhafte Lagerung der Zysten. Die Tabelle ordnet jedem Problem die passende Lösung zu.
| Problem | Mögliche Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Kein Schlupf | Diapause nicht beendet; Licht gefehlt; pH-Wert unter 8; Salzgehalt über rund 85 g/L blockiert die Wasseraufnahme | Ansatz mit Licht wiederholen, mit Natron auf über 8 puffern, Salzgehalt auf 25 bis 35 g/L senken |
| Geringe Schlupfrate | Feuchte oder Sauerstoff bei der Lagerung; Verunreinigungen in der Charge | Zysten trocken und luftdicht lagern; hochwertigere Charge wählen |
| Nauplien sterben schnell | Sauerstoffmangel am Gefäßboden; langes Warten vor der Fütterung | Nach höchstens 5 bis 10 Minuten ernten; Vorräte kühl unter 10 °C lagern |
| Trübe Schlupflösung, sinkende Ausbeute | Bakterien auf freigesetztem Glycerin; Biofilm auf den Gefäßwänden | Lösung verwerfen, Gefäß reinigen; Zysten desinfizieren oder dekapsulieren |
Laut FAO steigen die Bakterienzahlen im Schlupfwasser auf das Tausend- bis Hunderttausendfache. Eine trüb werdende Lösung ist der sichtbare Hinweis auf starke Bakterienentwicklung, dann hilft nur ein gründlich gereinigtes Gefäß.
Lebend, gefroren oder getrocknet: Artemia im Vergleich
Nauplien als lebendes Futter liefern Jungfischen in Studien deutlich besseres Wachstum als gefrorene Artemia. Welslarven mit lebenden Nauplien erreichten 236 mg Gewicht, Tiere mit Frostfutter 142 mg nach 12 Tagen. Das Überleben war gleich, doch Frostfutter verliert durch Fettoxidation und Auslaugen beim Auftauen Nährstoffe.
Bei minus 18 °C oxidieren Fette, beim Auftauen läuft laut einer zitierten Untersuchung die Mehrzahl der Nährstoffe innerhalb von 10 Minuten aus. Auch gefriergetrocknete Artemia brachte in einer älteren, als Sekundärzitat überlieferten Studie schlechteres Wachstum. Über 95 % der mehr als 3.000 t Artemia-Biomasse im Aquariensektor werden dennoch als Frostfutter verkauft.
Der Nährwert hängt vom Stadium ab: Nauplien vom Great Salt Lake enthalten 41 bis 47 % Protein und 21 bis 23 % Fett, adulte Kulturtiere bis zu 62,5 % Protein. Die Omega-3-Fettsäure Docosahexaensäure (DHA) fehlt in den meisten Stämmen von Natur aus, für marine Larven ist eine Anreicherung daher üblich. Dekapsulierte Zysten sind laut FAO mit frischen Nauplien vergleichbar; Hobby Artemia Baby liquid ist ein flüssiges Fertigfutter aus dekapsulierten Artemia für Jungfische. Weitere Futtersorten finden Sie in unserer Kategorie Fischfutter.
Artemia-Eier richtig lagern
Zysten bleiben bei trockener, kühler und luftdichter Lagerung über Monate bis Jahre schlupffähig. Feuchtigkeit ist der kritische Faktor: Unter einem Wassergehalt von 10 % bleiben die Embryonen im stabilen Ruhezustand. Angebrochene Dosen sofort wieder trocken verschließen.
Laut FAO gilt: Bei 10 bis 35 % Wassergehalt sinkt die Schlupfquote langsam, ab 30 bis 65 % startet der Stoffwechsel und verbraucht die Energiereserven der Embryonen. Bei über 65 % läuft die Embryonalentwicklung fertig, eine nachträgliche Austrocknung tötet die Embryonen.
Vollständig entwässerte Zysten behalten ihre Schlupffähigkeit dauerhaft nur unter Vakuum oder Stickstoff, Sauerstoff erzeugt freie Radikale. Kühle Lagerung verlangsamt den Qualitätsverlust, gefrorene Zysten akklimieren Sie vor dem Ansatz etwa eine Woche bei Raumtemperatur.
Häufige Fragen zu Artemia
Artemia schlüpfen zuverlässig bei 25 bis 28 °C, einem pH-Wert über 8 und Licht. Die häufigsten Einsteigerfragen betreffen Schlupfdauer, Salzmenge, Fütterung und Haltbarkeit.
Wie lange dauert der Schlupf von Artemia?
Die ersten Nauplien erscheinen nach 12 bis 16 Stunden, die letzten innerhalb von weiteren rund 8 Stunden. Der Ansatz ist je nach Quelle nach 18 bis 36 Stunden abgeschlossen.
Wie viel Salz braucht man pro Liter?
Die FAO nennt 5 bis 35 g Salz pro Liter als optimalen Bereich. In der Praxis bewähren sich Ansätze mit 25 bis 35 g/L.
Kann man Artemia ohne Pumpe züchten?
Ja, in einer flachen Schale mit geringer Zystendichte schlüpfen Artemia auch ohne Luftpumpe. Größere Ansätze brauchen Belüftung für genügend Sauerstoff.
Wie lange überleben Artemia-Nauplien im Aquarium?
Im Süßwasser bleiben Nauplien je nach Quelle 30 bis 60 Minuten bis mehrere Stunden aktiv. Ungefressene Nauplien sinken nach dem Absterben zu Boden und belasten das Wasser.
Wie oft sollte man Artemia-Nauplien füttern?
Die FAO empfiehlt für Fischlarven eine Fütterung alle 2 bis 3 Stunden. Betta-Jungfische wuchsen in Studien mit drei bis vier kleinen Mahlzeiten pro Tag am besten.
Wie lange sind Artemia-Eier haltbar?
Trockene Zysten sind kühl und luftdicht Monate bis Jahre haltbar. Entscheidend ist ein Wassergehalt unter 10 %.
Weiterführende Fachquellen
Artemia zählen zu den am besten erforschten Futtermitteln der Aquakultur. Alle Angaben stammen aus FAO-Handbüchern, Universitätsseiten und Fachjournalen. Die folgenden neutralen Quellen eignen sich zum Vertiefen.
- Manual on the Production and Use of Live Food for Aquaculture, FAO 361: Standardwerk zu Biologie, Schlupf und Nährwert.
- Manual on Artemia production and use, FAO 2024: aktuelles Handbuch inklusive Marktzahlen.
- Artemia Culture for Intensive Finfish and Crustacean Larviculture, Virginia Tech: Universitätsanleitung zu Ansatz und Fütterung.
- Artemia Production for Marine Larval Fish Culture, Southern Regional Aquaculture Center (SRAC) 702: Praxisdatenblatt zur Larvenfütterung.
- Artemia, Wikipedia: Überblick zu Taxonomie und Biologie.
- Kerdchuen und Legendre 1994, Aquatic Living Resources: Studie zu lebender gegen gefrorener Artemia.