Artemia züchten: frisches Lebendfutter aus eigener Aufzucht
Artemia sind kleine Salzkrebschen, deren frisch geschlüpfte Nauplien zu den wertvollsten Lebendfuttern der Aquaristik zählen. Sie passen genau für Fischbrut und Jungfische, die feines, bewegliches Futter zum kräftigen Heranwachsen brauchen. Wer selbst züchtet, hat jederzeit frische Nauplien zur Hand.
Die eigene Artemia-Zucht folgt einer klaren Kette: Eier und Salz ansetzen, die Nauplien schlüpfen lassen, sie ernten und sortieren und an die Jungfische verfüttern. Das Aquaristik-Programm deckt jeden dieser Schritte ab. Alle Artikel stammen von Hobby.
Was wir bei Terraristikshop führen
Vier Gruppen decken den Weg vom Ansatz bis zur Fütterung ab:
| Gruppe | Funktion | Produkte |
|---|
| Eier und Salz | Ansatz der Brutkultur | Artemia Eier, Artemia Salz, Artemix |
| Schlüpfgeräte | Eier zu Nauplien bringen | Artemia Breeder, Breeder Set, Incubator Set, Aufzuchtschale |
| Siebe | Nauplien ernten und sortieren | Artemia Sieb, Siebkombination, Ersatzsieb |
| Fütterung | Jungfische versorgen | Futterpipette, Artemia Baby liquid |
So stellen Sie eine komplette Zuchtstrecke aus einer Hand zusammen, vom ersten Ansatz bis zur fertigen Mahlzeit.
Artemia-Eier und Salz als Basis der Zucht
Am Anfang jeder Zucht stehen Artemia Eier und Artemia Salz. Die Artemia Eier sind getrocknete Zysten, also das Dauerstadium des Salzkrebschens. In einer Salzlösung erwachen sie zum Leben und schlüpfen als Nauplien, die sich frisch als Aufzuchtfutter verfüttern lassen.
Das Artemia Salz bildet die passende Sole. Es ist mit Spurenelementen und Phytoplankton angereichert, wobei das Phytoplankton den frisch geschlüpften Nauplien als Erstnahrung dient. Die Dosierung liegt bei 32 Gramm pro Liter Wasser, die Packung mit 195 Gramm reicht damit für rund 6 Liter Ansatz.
Einfacher geht es mit dem Artemix. Diese Fertigmischung vereint Eier und Salz im passenden Verhältnis in einer Packung mit 195 Gramm für 6 Liter. Das getrennte Abmessen beider Komponenten erübrigt sich damit. Bei rund 20 Grad schlüpfen die Nauplien nach 24 bis 36 Stunden.
Schlüpfgeräte für Artemia
Für den Schlupf gibt es vier Lösungen, vom Einzelgerät bis zum Komplettsystem:
| Gerät | Besonderheit | Passt für |
|---|
| Artemia Breeder | Schlüpfbehälter mit Egg-Separator, rund 470 ml | vorhandene Luftpumpe |
| Artemia Breeder Set | Breeder samt Luftpumpe und Artemix | den sofortigen Start |
| Artemia Incubator Set | Schlupf und Aufzucht in zwei Stufen | dauerhafte Versorgung |
| Artemia Aufzuchtschale | Schlupf allein mit Eiern und Salz | den einfachen Einstieg |
Der Artemia Breeder ist das Einzelgerät, ein kompakter Schlüpfbehälter mit rund 470 Millilitern Volumen. Sein Egg-Separator wirbelt Eier und Nauplien sanft auf und trennt leere Eihüllen ab. Eine Luftpumpe sowie Eier und Salz kommen hier separat dazu, und das Gerät lässt sich im Aquarium oder daneben aufstellen.
Das Artemia Breeder Set baut auf demselben Breeder auf und legt alles für den fertigen Start bei: eine Bubble Air Pump, Luftschlauch, einen Präzisionshahn und die Artemix-Fertigmischung. Das Artemia Incubator Set geht einen Schritt weiter und verbindet Schlupf und Aufzucht. Die Nauplien schlüpfen in der Inkubatorflasche und ziehen anschließend in das beiliegende Aufzuchtbecken um, was eine fortlaufende Versorgung ermöglicht.
Die Artemia Aufzuchtschale ist die einfachste Lösung und bringt die Eier allein mit Salz zum Schlüpfen. Eine Futterpipette liegt bei, ein passendes Ersatzsieb ist separat erhältlich. Die Schale wird in Deutschland gefertigt, der Hersteller empfiehlt dazu das Hobby Artemia Salz.
Nauplien ernten und sortieren
Nach dem Schlupf werden die Nauplien geerntet. Dafür halten feine Siebe die winzigen Krebschen zurück, während das Salzwasser abläuft.
| Sieb | Maschenweite | Zweck |
|---|
| Artemia Sieb | 120 µm | frisch geschlüpfte Nauplien abschöpfen |
| Siebkombination | 120, 300, 560, 900 µm | nach Größe sortieren |
Das Artemia Sieb mit 120 Mikrometern Maschenweite fängt schon die kleinsten Nauplien, beide Siebgrößen messen 8,5 mal 8 Zentimeter. Die Siebkombination bündelt vier Maschenweiten und erlaubt, Artemia und anderes Lebendfutter nach Größe zu sortieren, passend zur Maulgröße der Fische. Spülen Sie die geernteten Nauplien kurz mit Süßwasser, bevor sie ins Becken kommen.
Aufzucht und Fütterung der Jungfische
Die geernteten Nauplien gehen direkt an die Fischbrut. Mit der Futterpipette dosieren Sie das Futter zielgenau und bringen es nah an die kleinen Fische. Ein Set umfasst fünf Pipetten mit je 155 Millimetern Länge, die sich auch für flüssige Zusätze eignen.
Als gebrauchsfertige Ergänzung dient das Artemia Baby liquid. Dieses flüssige Konzentrat besteht aus dekapsulierten Artemia und ist ein fertiges Futter für Jungfische und Fischbrut. Es bleibt bis zu 24 Monate ungekühlt haltbar und passt für Süß- und Meerwasser. So bleibt die Aufzucht auch dann versorgt, wenn gerade ein frischer Ansatz fehlt.
Welches Set passt zu Ihnen?
Die Wahl richtet sich nach Technik und Ziel:
| Situation | Empfehlung |
|---|
| Luftpumpe ist vorhanden | Artemia Breeder |
| kompletter Start aus einer Packung | Artemia Breeder Set |
| dauerhafte Nauplien-Versorgung | Artemia Incubator Set |
| einfacher Einstieg mit wenig Technik | Artemia Aufzuchtschale |
Für den Einstieg mit wenig Technik passt die Aufzuchtschale, denn sie kommt mit Eiern und Salz aus. Wer sofort loslegen möchte, fährt mit dem Breeder Set gut, da Pumpe und Futter bereits dabei sind. Das Incubator Set lohnt sich bei dauerhaftem Bedarf, etwa während einer laufenden Nachzucht.
So gelingt die Artemia-Zucht
Setzen Sie die Sole mit 32 Gramm Salz pro Liter an oder nutzen Sie die Artemix-Fertigmischung. Geben Sie die Eier dazu und sorgen Sie für Bewegung im Wasser, in den meisten Gefäßen über eine leichte Belüftung. Die Aufzuchtschale kommt dabei allein mit Eiern und Salz aus.
Bei rund 20 Grad schlüpfen die Nauplien nach etwa 24 bis 36 Stunden. Ernten Sie sie mit dem Sieb, spülen Sie sie kurz und verfüttern Sie sie frisch. Frisch geschlüpfte Nauplien tragen noch ihren Dottersack und sind dann besonders nahrhaft. Mehrere kleine Ansätze nacheinander sichern eine fortlaufende Versorgung.
Aufzucht verlangt neben dem passenden Futter auch Technik und stabile Wasserwerte. Was dafür zur Verfügung steht, zeigt der Aquaristikbereich.
Häufige Fragen zur Artemia-Zucht und Aufzucht
Warum lohnt es sich, Artemia selbst zu züchten?
Frisch geschlüpfte Artemia-Nauplien sind ein hochwertiges Lebendfutter für Fischbrut und Jungfische. Sie sind klein, beweglich und regen den Fresstrieb an. Wer selbst züchtet, hat jederzeit frisches Futter zur Hand.
Wie lange dauert es, bis Artemia schlüpfen?
In einer Salzlösung mit rund 32 Gramm Salz pro Liter schlüpfen die Nauplien bei etwa 20 bis 24 Grad nach 24 bis 36 Stunden. Die Artemix-Fertigmischung vereint Eier und Salz und vereinfacht den Ansatz.
Wozu dienen die verschiedenen Maschenweiten der Siebe?
Das Artemia Sieb mit 120 µm fängt frisch geschlüpfte Nauplien ab. Die Siebkombination mit 120, 300, 560 und 900 µm sortiert Artemia und anderes Lebendfutter nach Größe, sodass das Futter zur Maulgröße der Fische passt.
Was unterscheidet Breeder, Breeder Set und Incubator Set?
Der Artemia Breeder ist das Einzelgerät und braucht eine eigene Luftpumpe. Das Breeder Set bringt Pumpe und Artemix gleich mit. Das Incubator Set verbindet Schlupf und Aufzucht in zwei Stufen und eignet sich für eine dauerhafte Versorgung.
Wofür ist das Artemia Baby liquid?
Das Artemia Baby liquid ist ein flüssiges Fertigfutter für Jungfische und Fischbrut, hergestellt aus dekapsulierten Artemia. Es ist sofort einsatzbereit, bis zu 24 Monate ungekühlt haltbar und passt für Süß- und Meerwasser.