Hobby Liquizell
Hersteller:
Dohse Aquaristik GmbH & Co. KG
Handelsmarke: Hobby/Dupla
Otto-Hahn-Str. 9
D-53501 Grafschaft-Gelsdorf
E-Mail: info(at)dohse-aquaristik.de
Geschäftsführer: Axel Pinders
inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten
Hersteller:
Dohse Aquaristik GmbH & Co. KG
Handelsmarke: Hobby/Dupla
Otto-Hahn-Str. 9
D-53501 Grafschaft-Gelsdorf
E-Mail: info(at)dohse-aquaristik.de
Geschäftsführer: Axel Pinders
- Startfutter für Artemia-Nauplien ab dem 3. Lebenstag
- Phytoplankton, fein genug für den Mund der Nauplie
- Dosierung nach Farbe, erst bei klarem Wasser nachfüttern
- Zwei Größen mit 50 und 250 ml, nahezu unbegrenzt haltbar
- Artikel-Nr.: 30900.1
Hobby Liquizell ist ein flüssiges Startfutter aus Phytoplankton. Gedacht ist es für Artemia-Nauplien ab dem 3. Lebenstag und für wirbellose Tiere. Dosiert wird tropfenweise, bis das Zuchtwasser leicht grün gefärbt ist. Angeboten werden 2 Größen mit 50 und 250 ml.
Warum Nauplien ein eigenes Futter brauchen
Frisch geschlüpfte Artemien können nur Teilchen aufnehmen, die nicht größer sind als natürliches Phytoplankton. Das ist der Kern der Sache und die Begründung des Herstellers dafür, dass gewöhnliches Aufzuchtfutter in dieser Phase nicht funktioniert. Der Mund einer Nauplie ist schlicht zu klein.
Der Weg dorthin führt über 2 Schritte. Beim Trocknen von Phytoplankton verdichten sich die Einzelteilchen wieder. Ein Spezialverfahren zerkleinert das Material danach erneut zu allerfeinsten Teilchen, laut Hersteller atomisiert. Erst dadurch fressen die Tiere schon früh, und die Frühsterblichkeit lässt sich nach Herstellerangabe weitgehend verhindern.
Ergänzend nennt die Produktseite die Kauwerkzeuge der Jungtiere, die Mandibeln. Sie sind in den ersten Tagen noch nicht ausgebildet.
Dosieren nach Farbe
Die Dosierregel des Herstellers kommt ohne Messlöffel aus und arbeitet mit dem Auge. Sie besteht aus 3 Schritten.
- **Schütteln:** Das Fläschchen vor jeder Gabe gut durchschütteln. Das löst die Sedimente und ergibt eine gleichbleibende Konzentration.
- **Grün färben:** Tropfen zugeben, bis das Wasser leicht grün gefärbt ist. Im 5-Liter-Ansatz des Hobby Incubator Sets sind das laut Anleitung etwa 20 Tropfen.
- **Warten:** Erst nachfüttern, wenn die Trübung von den Tieren vollständig aufgezehrt ist und das Wasser wieder klar steht.
Der dritte Punkt ist der wichtigste. Überfütterung nennt der Hersteller als eine der häufigsten Ursachen dafür, dass eine Artemia-Zucht misslingt. Das Wasser kippt dabei um. In einem kleinen Ansatz ohne Filter zersetzt sich ungefressenes Futter und zehrt dabei Sauerstoff. Der Puffer, den ein eingefahrenes Aquarium mit Filter und Volumen hat, fehlt dort.
Der Fütterungsplan
| vor dem 3. Lebenstag | keine Angabe, der Fütterungsplan des Herstellers beginnt bei Tag 3 |
| ab dem 3. Lebenstag | Liquizell, tropfenweise bis zur leichten Grünfärbung |
| ab dem 10. Lebenstag | Umstellung auf Hobby Mikrozell |
Hobby gibt für Liquizell eine Fütterungsdauer von 8 bis 10 Tagen an, danach folgt Mikrozell. Beide Produkte hängen zusammen. Die Anleitung stellt den Bezug selbst her: Für das feine Startfutter wird Mikrozell durch ein Spezialverfahren noch einmal zu allerfeinsten Teilchen zerkleinert. Wer regelmäßig Artemia ansetzt, braucht deshalb beide Stufen.
Die beiden Größen
| Größe | Nummer | Inhalt |
|---|---|---|
| Liquizell 50 ml | 30900 | 50 ml |
| Liquizell 250 ml | 30950 | 250 ml |
Bei 20 Tropfen je Gabe reicht die 50-ml-Flasche für gelegentliche Ansätze, etwa zur Aufzucht eines einzelnen Geleges. Die 250-ml-Flasche lohnt bei laufender Zucht. Nach Herstellerangabe ist Liquizell nahezu unbegrenzt haltbar, eine Frist nach dem Öffnen nennt Hobby nicht.
Eine Deklaration mit analytischen Bestandteilen veröffentlicht der Hersteller zu Liquizell nicht. Angegeben ist allein die Basis: Phytoplankton.
Häufige Fragen
Warum muss die Flasche vor jeder Gabe geschüttelt werden?
Phytoplankton setzt sich als Sediment am Flaschenboden ab. Ohne Schütteln kommt zuerst dünne Flüssigkeit heraus und später konzentriertes Material. Eine Dosierung nach Tropfen wäre damit wertlos. Der Hersteller schreibt das Schütteln deshalb ausdrücklich vor, es sorgt für eine gleichbleibende Konzentration. Ein kurzes kräftiges Aufschütteln vor jeder Fütterung genügt. Für das tropfenweise Dosieren selbst eignet sich eine Futterpipette.
Was passiert bei zu viel Liquizell im Ansatz?
Ungefressenes Futter bleibt im Wasser und wird von Bakterien zersetzt. Der Abbau verbraucht Sauerstoff, und genau daran gehen die Nauplien ein. Der Hersteller benennt Überfütterung ausdrücklich als eine der häufigsten Ursachen für eine misslungene Zucht. Bleibt die Grünfärbung stehen, war die Gabe zu groß. Dann hilft nur, die nächste Fütterung auszulassen und beim nächsten Ansatz weniger Tropfen zu geben.
Eignet sich Liquizell auch für andere Tiere?
Der Hersteller nennt neben Nauplien allgemein wirbellose Tiere, ohne Arten aufzuführen. Naheliegend sind Filtrierer und Jungtiere, die auf feinste Schwebeteilchen angewiesen sind, etwa Garnelenlarven. Für Fischbrut gilt dasselbe Prinzip: Sie frisst nur, was in ihr Maul passt. Wer selbst Artemia ansetzt, braucht dazu Eier, Salz und ein Sieb. Eine ausdrückliche Freigabe für bestimmte Arten macht Hobby aber nicht, die Angabe bleibt allgemein.
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